INTERVIEW: Rookie-Saison in der WNBL

Jana Bonacker, Paula Hegele und Flora Lukow waren bereits letzte Saison ein fester Bestandteil des Spielkaders der Junior Dolphins – obwohl sie als 2004er auch noch in der U16 spielen konnten. Wie ihre Rookie-Saison in der WNBL so ablief und was sie gelernt haben, lest ihr hier!

Luzie: Hallo Jana, Paula und Flora! Letztes Jahr durftet ihr als 2004er zum ersten Mal Spielzeit in der WNBL sammeln! Wie unsere 2002er bereits im vorherigen Interview erzählten (hier nochmal zum Nachlesen), wart ihr trotz eures jungen Alters bereits ein wichtiger Faktor im Spiel der Junior Dolphins!
Wann stand fest, dass ihr Teil unseres U18-Bundesligateam werdet und wie habt ihr davon erfahren?

Jana: Dadurch das die Kooperation mit Grünberg beendet wurde, stand relativ früh fest, dass wir im Training dabei sein dürfen. 

Flora: Da so einige Spieler durch das beenden der Kooperation quasi weggefallen sind, waren wir schon vor der Quali im Trainingskader.

Paula: Ja genau! Mo, der Trainer der WNBL, hat uns bereits in der U16 gecoacht, sodass er uns schon kannte und schließlich zum Training der WNBL eingeladen hat. Darüber haben wir uns sehr gefreut, denn so hatten wir die Chance im Training mit Älteren und danach sogar in den Spielen weitere Erfahrungen zu sammeln. 

L: Was habt ihr euch von eurem Rookie-Dasein in der WNBL erhofft?

J: Dadurch, dass wir so die Chance hatten mit Älteren zu trainieren, wollte ich so viel wie möglich mitnehmen und an Erfahrungen sammeln und habe mir somit erhofft, eine wichtige Rolle in der U16 zu übernehmen.

P: Ja, ich wollte die Chance auch nutzen um so viele Erfahrungen zu sammeln wie es geht – im Training und vielleicht auch bei ein paar Spielminuten.

F: Ja, da stimme ich den beiden total zu. Mein Ziel war es, mich auf meiner Position und auch persönlich weiterzuentwickeln. Dadurch,  dass man im WNBL Training die Möglichkeit hat, von älteren und erfahrenen Spielerinnen zu lernen, habe ich mir erhofft, so die dort gesammelten Erfahrungen im der U16 Saison anwenden zu können.

L: Welche Rolle habt ihr über die Saison eingenommen und entsprach diese auch euren Erwartungen vor der Saison?

P: Meine Erwartungen an die Saison als Rookie wurden definitiv übertroffen. Ich habe gerade am Ende der Saison, und in den Playoffs viel mehr Spielzeit bekommen als erwartet. So konnte ich viele Erfahrungen sammeln und Selbstbewusstsein tanken. 

F: Ich stimme Paula zu. Meine Erwartungen haben sich absolut erfüllt, da ich ein Bestandteil des Teams wurde und ich auch in der KO-Runde spielen durfte. Ich habe mich super wohl in dem Team gefühlt und die Stimmung war auch immer super!

J: Bei mir persönlich war es von Spiel zu Spiel anders. Teilweise, gerade am Ende der Saison, wurden meine Erwartungen mehr als erfüllt. Natürlich war ich manchmal traurig, wenn ich weniger gespielt habe, aber als Rookie überhaupt aufgestellt zu sein, war schon ein tolles Gefühl. 

L: Was unterscheidet die WNBL von der hessischen U16-Oberliga?

F: Die Spiele in der WNBL sind viel schneller und körperlicher, als in der U16-Oberliga. 

J:  Zudem ist das Niveau der WNBL ganz anders als das der U16. Nicht selten tun sich verschiedene Vereine für ein WNBL-Team zusammen, sodass schlussendlich nur die besten Spielerinnen spielen.

P: Ja da stimme ich zu. Die Spiele in der WNBL sind viel physischer. Außerdem sind die Autofahrten zu den Spielen länger, da man, anders als in der U16, auch außerhalb Hessens Spiele hat. Zum Glück waren die Fahrten zusammen mit dem Team immer sehr witzig und gingen dementsprechend schneller um.

L: Welche großen Vorteile seht ihr daran neben der U16 Oberliga auch noch Erfahrungen in der U18 Bundesliga zu sammeln?

P: Da man als WNBL-Rookie mit erfahrenen Spielerinnen trainiert und sich auch in Spielen mit ihnen messen muss, hat man die Chance sich persönlich weiterzuentwickeln und über seine bisherigen Grenzen hinauszuwachsen. Das kann man auch in den Oberliga-Spielen nutzen, in denen man als älterer Jahrgang viel Spielzeit bekommt.

J: Außerdem hat man in den verschiedenen Teams auch verschiedene Rollen. In der U16 hat man viel Verantwortung und trägt das Team. In der WNBL hingegen kann man viel von Älteren lernen.

F: Ja genau! Als Rookie im Team ist es auch mal cool, dass weniger Druck auf einem lastet. In der U16-Oberliga bekommt man diesen als älterer Jahrgang oft und gerade in wichtigen Phasen des Spiels zu spüren.

L: Inwiefern habt ihr euch über die Saison persönlich weiterentwickelt?

J: Durch diese Saison habe ich gemerkt, dass ich auch mit Älteren mithalten kann. Und, dass ich allgemein auf meiner Position Aufbau mehr Selbstbewusstsein bekommen habe.

F: Ja, das war bei mir genauso. Ich habe das Spiel nochmal aus einer neuen Perspektive gesehen. Somit sind mir die Aufgaben als Point Guard noch einmal bewusster geworden.

P:  Letzte Saison habe ich besonders “im Kopf” einen großen Schritt nach vorne gemacht, da ich mir mittlerweile selbst mehr zutraue. Ich weiß nun besser wo meine Stärken liegen und wie ich sie einsetzen kann und, woran ich noch arbeiten muss. Außerdem habe ich gelernt, Kontakte anzunehmen und physischer zu spielen.

L: Was sind eure Aussichten auf die nächste Saison?

F: Ich erhoffe mir, dass ich ein wichtiger Bestandteil der WNBL werde, und natürlich mit meinem Team die Playoffs erreiche. Generell hoffe ich, dass wir so weit wie möglich kommen!

P: Ich hoffe natürlich auch, dass wir eine tolle Saison spielen und die Atmosphäre im Team genauso gut ist wie letztes Jahr. Außerdem hoffe ich, dass wir es schaffen, die neuen Rookies genauso gut zu integrieren, wie wir letzte Saison von den Älteren!

J: Ja da kann ich den beiden nur zustimmen. Ich hoffe natürlich auch, dass wir weit kommen und uns untereinander gut verstehen und gegenseitig unterstützen. 

L: Danke für eure Zeit und viel Erfolg für eure Zukunft!